Stiftskirchengemeinde

Georgskirche

GeorgskircheDie Georgskirche zu Bad Gandersheim

Einst war der heilige Georg der Heilige der Gandersheimer Bürgerschaft. Die Kirche an der Gande ist nach ihm benannt. Der heilige Georg ist schon von außen an der Georgskirche als steinernes Relief über dem Südportal zu sehen.

Die Georgskirche liegt auf einer kleinen Anhöhe am Rande der Altstadt. Der massive, romanische Turm im Westen hebt sich charakteristisch von dem anschließenden Langhaus mit dem Fachwerkchor im Osten ab. Seitdem Herzog Heinrich der Jüngere 1550 die Gande umleiten ließ, fließt sie stimmungsvoll unterhalb des Chores.

Die Anfänge der Georgskirche gehen vermutlich bis in die ottonische Zeit zurück. Hier habe Kaiser Otto II. vor dem Besuch des Stiftes sein Gebet verrichtet. Die Kirche war im Mittelalter eine von zwei Pfarrkirchen der Stadt. Nach der Reformation diente sie der Gemeinde als Begräbniskirche. Aus dieser Zeit stammen die Grabmäler Gandersheimer Familien im Kirchenraum.

AltarGeorgskircheDas Kircheninnere ist durch die bemalte Holzdecke von 1597 und den Emporen von 1676 geprägt. Sie wurden mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament vom dänischen Maler Magnus Boischuh 1680 bemalt.

Das bedeutendste Kunstwerk in der Georgskirche ist die überlebensgroße Figur des Heiligen Georgs. Die bemalte Holzskulptur stammt aus dem 15. Jahrhundert und steht auf einer Steinsäule am nördlichen Vierungspfeiler. Diese Skulptur gilt in der kunstgeschichtlichen Forschung als bedeutendstes norddeutsches Werk ihrer Zeit. Die vollplastische Ausarbeitung und die freie Aufstellung sind völlig ungewöhnlich. Leider sind die Verfallsspuren der Zeiten deutlich sichtbar. Die Skulptur des St. Georg bedarf dringend einer fachgerechten Konservierung und Restaurierung. Der Arbeitskreis "Offene St. Georgskirche" hat inzwischen begonnen, Sponsoren zu gewinnen und Spenden einzuwerben, um dieses Vorhaben zu finanzieren. Bei der Stiftskirchengemeinde ist bereits ein entsprechendes Spendenkonto eingerichtet. Vielleicht ist das ja auch ein Anliegen für Sie!? Es würde die Sache voranbringen. Der barocke Altar der heutigen Georgskirche wurde ursprünglich 1711 als Hochaltar der Stiftskirche gestiftet.

Die Georgskirche wird an jedem Sonntag von den „Freunden der Georgskirche“ zwischen 15 und 17 Uhr interessierten Besuchern geöffnet.

 


 Text: T. Henke und J. Günther

 

 

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